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  • Mag.Mareike Krieger

Artikel in der moments – Computer und co…

Tom ist 15 Jahre alt und sitzt nahezu ununterbrochen vor seinem PC. Freunde sieht er kaum noch, denn er hält lieber online Kontakt. Die virtuelle Welt hat die Realität beinahe ersetzt.

Die neuen Medien Internet, Laptop und Handy sind für die Jugendlichen von heute besonders wichtig. Ein Großteil Ihrer sozialer Kontakte wird über sms, facebook, twitter und Co gepflegt. Oft wird die gesamte Freizeit vor dem Laptop verbracht anstatt, dass sich der Jugendliche mit Freunden trifft. Überschreitet der Medienkonsum ein gewisses Pensum, leidet oft das Familien- Sozial- und Schulleben darunter.

Eine Möglichkeit wäre es den Zeitraum der Laptopbenützung zu beschränken. Für die Entwicklung eines Kindes ist es wichtig, dass es sich innerhalb bestimmter Grenzen bewegt. Die Sache ist allerdings, wie man Sie einführt und handhabt. Jugendliche fühlen sich ohnehin oft sehr unverstanden und ungerecht behandelt. Mit Zwang und Druck kommt man meist nicht sehr weit. Das Ziel wäre eine Kooperation herbei zu führen und die erreicht man am Besten, wenn man einige Dinge beachtet.

Bei Gesprächen sollte man besonders einfühlsam sein und versuchen Sie nicht zu werten. Der Selbstwert der Jugendlichen ist ohnehin meist angekratzt. Zeigen Sie viel Verständnis, auch wenn es schwer fällt. In einem Gespräch bei dem man sie als gleichwertigen Gesprächspartner akzeptiert, kann man meist viel erreichen. Logische, begründete Regeln können gemeinsam erarbeitet werden und werden dann auch angenommen. Eine gute Methode ist die Familienkonferenz. Dabei setzten sie sich gemeinsam zusammen und besprechen Dinge, die sie belasten oder bewegen. Jeder kann seine Wünsche äußern und sagen was Ihn stört. Allerdings auf eine respektvolle und wohlwollende Art. Die anderen hören zu und dürfen im Anschluss auch Ihres dazu beitragen.

In diesem speziellen Fall würde man darlegen, warum man nicht möchte, dass das Kind stundenlang unkontrolliert vor dem PC sitzt und der Teenager umgekehrt warum Ihm das so wichtig ist. Dann wird über eine angemessene Zeitspanne verhandelt. Auch die Konsequenzen werden gleich festgelegt, wenn die Zeit überschritten wird und wo der Laptop nach Gebrauch aufbewahrt werden soll. Hören Sie auf die Vorschläge ihres Kindes. Oft kommen von den Jugendlichen sehr brauchbare, realistische und oft strenge Regelungen.

Es wäre möglich, dass zusätzlich ein Wochenkontingent festgelegt wird, dass nicht überschritten werden darf. Wird die Zeit mehrmals überschritten kommt der Laptop für einige Zeit weg. Die Zeit läuft sobald der PC eingeschaltet ist. Am Besten fixiert man die Details schriftlich. Das verhindert ständiges diskutieren. Nach ein paar Wochen kann man sich wieder zusammen setzen und wenn nötig nach verhandeln. Es ist notwendig konsequent zu bleiben und sich auch selber an die festgelegten Regeln zu halten. Innerhalb dieser Grenzen sollte man sich dann auch nicht einmischen.

Diese Methode ist generell sehr brauchbar. Es müssen nicht immer Verträge geschlossen werden, aber es macht einen respektvollen Umgang und ein gemeinsames Entscheiden möglich.



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