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  • Mag.Mareike Krieger

Nilai's Welt: Baden oder der ganz normale Wahnsinn

Stellt Euch vor, heute war ich im Kinderbad. Bei über 30°C im Schatten das einzig Vernünftige das man tun kann. Zuerst wurde ich in meinen Buggy geschnallt bis ich mich nicht mehr bewegen konnte. Ok, ich bin schon mal bei der Kreuzung raus gehüpft, aber so anketten wäre auch nicht nötig gewesen. Dann ging es los. Mama war schon schwer genervt bei der Abfahrt, weil sie hundert Taschen auf den Kinderwagen geladen hat, weil wir das alles ja vielleicht brauchen könnten. Leider war das Gefährt dadurch nahezu unlenkbar und ich fast nicht mehr sehbar. Puhh, das bei dieser Hitze.

Im Bad angekommen mussten erst mal Liegen her und dann wurde alles ausgebreitet, um es wohnlich und gemütlich zu machen. Mensch, hätte ich nicht mal heraus können aus der Karre? Ich wäre doch auch bestimmt nicht in den Pool gehüpft J. Mama hatte da allerdings kein Vertrauen und war viel zu gestresst. Außerdem musste mich noch von Kopf bis Fuß mit diesem glitschigen weißen Zeug einrubbeln. Ich hasse das wirklich! Die Neonflügel oder wie die Dinger heißen bildeten den Abschluss. Das brachte mich schon an die Grenzen meiner Engelsgeduld. Flügel? Ha, dass ich nicht lache! Man kann weder fliegen, noch sind sie weich und kuschelig. Sie zwicken und scheuern, aber was nimmt man nicht alles in Kauf, um endlich ins kühle Nass zu dürfen.

Endlich geschafft! So jetzt hab ich endlich meine Ruhe, dachte ich. In Seelenruhe ein bisschen Plantschen. Denkste! Mama hechtete wieder hinter mir her. „Mach das nicht und bleib da. Schluck kein Wasser und lass den Kopf oben. Nicht so schnell und lass den Hut auf. Spritz nicht… .“ Mannomann – ahhhhhhhh! Ich kreischte was das Zeug hält. Lasst mich doch einfach in Ruhe baden. Was soll denn schon sein, wenn ich wie ein Ballon im Wasser treibe. Gönnt mir doch auch ein bisschen Spaß! Das Spiel geht weiter. Mama zerrt an mir rum und ich schreie mir die Seele aus dem Leib. Wie soll ich ihr bloß klar machen, dass ich nur ein bisschen meine Ruhe will.

Schließlich schleppt sie mich entnervt aus dem Wasser und packt mich in den blöden Wagen. Ich wäre ja sicher nur müde und deshalb so schlechter Laune. Was soll ich bloß tun, wenn mich keiner versteht. Darüber musste ich jetzt nachdenken.

Erschöpft vom Plärren schlafe ich wenig später tatsächlich ein.



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